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Öffentliche Freiräume für Kinder als Gegenstand der städtischen Freiraumplanung von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
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Autor(en):
Universität Hannover, 22. Juni 2009
Seiten: 374
Auflage: 1 Aufl.
Sprache: DE
ISBN-10: 3869550171
ISBN-13: 9783869550176
Zugeordnete Fachbereiche:
Architektur und Bauwesen
Kategorie:
Dissertation
Bezugsmöglichkeiten
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Kurzbeschreibung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit öffentlichen Freiräumen für Kinder, als Gegen¬stand der städtischen Freiraumplanung in Deutschland. Es wird im Wesentlichen der Zeitraum ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, das heißt von der Entstehung der ersten öffentlichen Freianlagen für Kinder, bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts betrachtet. Hierbei steht die Entwicklung dieser neuen Planungsaufgabe im gesellschaftlichen Kontext und deren Berücksichtigung innerhalb des sich entwickelnden Berufsstandes der Garten- und Landschaftsarchitekten bzw. seiner fachlichen Vorläufer im Mittelpunkt des Interesses.
Die Ausbildung von öffentlichen Freianlagen für Kinder beruhte im Untersuchungszeitraum auf drei grundsätzlichen Gestaltungsanlässen: 1. der Gesundheitsvorsorge und Körperer¬tüchtigung, 2. dem Spiel und 3. der Belehrung und Unterweisung. Nach den jeweils herrschenden politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und planerisch verwirklicht.
Die Gartenkünstler des 19. Jahrhunderts nahmen sich der Gestaltung dieser Freiräume zunächst nur äußerst zögerlich an. Im Zuge der allgemeinen Reformbewegung und der Wandlung des Berufsstandes wurde die Gestaltung von öffentlichen Freianlagen für Kinder im 1. Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Gestaltungsaufgaben für die sozial orientierten Gartenarchitekten. Die Vielfalt der Lösungen reichte von der freigegebenen Rasenfläche, über den städtischen Spielplatz bis hin zum riesigen modernen Volkspark mit Spiel- und Planschwiesen. Darüber hinaus wurden weit reichende städtebauliche Konzepte entwickelt. Die Zeit des Nationalsozialismus stellte eine Zäsur dar. Die Abkehr von der Volksparkidee und dem freien Spiel sowie die Hinwendung zu neuen Bauaufgaben für Kinder und Jugendliche, die nahezu ausschließlich der Wehrertüchtigung und Indoktrination mit nationalsozialistischem Gedankengut dienten, führten dazu, dass die Schaffung neuer öffentlicher Kinderspielplätze zu einer Randerscheinung wurde und aus der Fachdiskussion der „Gartengestalter“ weitgehend verschwand.
Stichwörter
Kinder, Öffentliche Freiräume, Landschaftsarchitektur
Rezensionen
Fraunhofer IRB 2009/09
Die Arbeit beschäftigt sich mit öffentlichen Freiräumen für Kinder, als Gegenstand der städtischen Freiraumplanung in Deutschland.
Es wird im Wesentlichen der Zeitraum ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, das heißt von der Entstehung der ersten öffentlichen Freianlagen
für Kinder, bis Mitte des 20. Jahrhunderts betrachtet. Hierbei steht die Entwicklung dieser neuen Planungsaufgabe im gesellschaftlichen Kontext
und deren Berücksichtigung innerhalb des sich entwickelden Berufsstandes der Garten- und Landschaftsarchitekten bzw. seiner fachlichen Vorläufer
im Mittelpunkt des Interesses. Die Ausbildung von öffentlichen Freianlagen für Kinder beruhte im Untersuchungszeitraum auf drei grundsätzlichen
Gestaltungsanlässen: 1. der Gesundheitsvorsorge und Körperertüchtigung, 2. dem Spiel und 3. der Belehrung und Unterweisung. Nach dem jeweils herschenden
poltisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetz und planerisch verwirklicht. Die Gartenkünstler des
19. Jahrhunderts nahmen sich der Gestaltung dieser Freiräume zunächst nur äußerst zögerlich an. Im Zuge der allgemeinen Reformbewegung und der
Wandlung des Berufstandes wurde die Gestaltung von öffentlichen Freianlagen für im ersten. Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer wichtigsten
Gestaltungsaufgaben für die sozial orientierten Gartenarchitekten. Die Vielfalt der Lösungen reichte von der freigegebenen Rasenfläche, über den
städtischen Spielplatz bis hin zum riesigen modernen Volkspark mit Spiel- und Planschwiesen. Darüber hinaus wurden weit reichende städtebauliche Konzepte
entwickelt. Die Zeit des Nationalsozialismus stellte eine Zäsur dar. Die Abkehr von der Volksparkidee und dem freien Spiel sowie die Hinwendung zu
neuen Bauaufgaben für Kinder und Jugendliche, die nahezu ausschließlich der Wehrertüchtigung und Indoktrination mit nationalsozialischem Gedankengut
dienten, führten dazu, dass die Schaffung neuer öffentlichen Kinderspielplätzen zu einer Randerscheinung wurde und aus der Fachdiskussion der
"Gartengestalter" weitgehend verschwand.
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